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28.04. 2009: Gedenkfeier zum 64. Jahrestag der
Penzberger Mordnacht
28.04., 18.00 Uhr Gedenkfeier zur 64. Wiederkehr der „Penzberger
Mordnacht“ am Friedhof
Penzberger
Mord-Opfer werden Ehrenbürger
Die 16 Opfer
der Penzberger Mordnacht werden posthum zu Ehrenbürgern der
Stadt Penzberg ernannt. Die Ehrenbürgerwürde wurde zum 60. Jahrestag der Mordnacht den Opern des Nazi-Terrors
verliehen. Peter Brunner (Buch "Der Judas-Tag" - siehe
unten) brachte den Antrag in den Penzberger Stadtrat ein.
"Die
Betreffenden sind zu erschießen"
Massenmorde
kurz vor Kriegsende sollten den Aufbau eines antifaschistischen
Deutschland verhindern
von Ulrich Sander
Kurz vor der Befreiung von Krieg und Faschismus, wurden im Frühjahr
1945 Tausende Antifaschistinnen und Antifaschisten von den Nazis
mit in den Untergang gerissen. So sollte ihr Mitgestalten einer
Nachkriegszeit ohne Nazis und Militaristen verhindert werden.
Wäre die Entwicklung anders verlaufen, wenn diese Morde kurz
vor Kriegsende hätten verhindert werden können? Dieser
Frage widmen sich die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
(VVN-BdA) in Nordrhein-Westfalen und das Internationale Rombergparkkomitee
in Vorbereitung des 60. Jahrestages der Befreiung am 8. Mai.
Im Januar
1945 hatten Gestapoleitstellen auf Anweisung von Reichsführer
SS Heinrich Himmler und von Gestapochefs Heinrich Müller
vom Berliner Reichssicherheitshauptamt die Gestapokommandos und
SS-Führungen angewiesen, »umstürzlerischer«
Betätigung deutscher Linker und ausländischer Arbeiter
vorzubeugen per Massenerschießungen. »Die Betreffenden
sind zu vernichten«, hieß es in Befehlen dazu. Rund
8000 deutsche Soldaten wurden als »Fahnenflüchtige«
in den letzten Kriegsmonaten 1945 standrechtlich erschossen. Diese
Massenmorde wie auch die Massaker in den Konzentrationslagern
und auf den Todesmärschen von den KZ nach Westen entsprachen
dem Nachkriegs- und Überlebenskonzept des deutschen Faschismus.
Gestapochef Müller hatte versichert: »Wir werden nicht
den gleichen Fehler machen, der 1918 begangen wurde; wir werden
unsere innerdeutschen Feinde nicht am Leben lassen.«
Wie hätte
sich die Entwicklung gestaltet, wenn die Vernichtung großer
Teile des Widerstandes noch in letzter Minute verhindert und nach
1945 eine echte Entnazifizierung eingeleitet worden wäre?
Was waren die Pläne der in der letzten Kriegsphase Ermordeten?
Das Internationale
Rombergparkkomitee, unterstützt von der VVN-BdA in NRW, plant
die Kontaktaufnahme zu Gruppen aus möglichst vielen Orten,
an denen kurz vor der Befreiung noch Massenerschießungen
stattfanden und Hitlergegner ermordet wurden. Diese Kontakte sollen
durch Vernetzung und Korrespondenzen, aber auch durch ein Treffen
von Hinterbliebenen und ihren Mitstreitern in Dortmund hergestellt
werden. Das Treffen soll um den Karfreitag am 25. März 2005
stattfinden, denn dann wird in der Dortmunder Bittermark traditionell
der dort kurz vor Kriegsende Ermordeten gedacht.
Antifaschistische
Gruppen und Initiativen sind aufgerufen, mit dem Internationalen
Rombergparkkomitee in Dortmund zusammenarbeiten und bei dem Treffen
mitzuwirken. Beteiligen werden sich auch die Internationale Föderation
der Widerstandskämpfer FIR und die Bundesvereinigung Opfer
der NS-Militärjustiz.
* Interessenten
können sich melden bei: Gisa Marschefski, Generalsekretärin
des Internationalen Rombergparkkomitees, Caesariusstr. 3, 44309
Dortmund, Tel.: 0231/258545, E-Mail: vvn-bdanrw@freenet.de
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